2011 (14. Jahrgang)


Artikel
  • Grotjahn, Rebecca: Stimmbesitzer und Sängerdarsteller. Die Inszenierung des Singens auf der Musiktheater-Bühne in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.
  • Thies, Wolfgang: Variabilität von Klangschalenschwingungen: Beobachtungen mithilfe von Analyse und Synthese.
    Abstract: Für 50 metallene Klangschalen (Durchmesser 14-18 cm) werden die Intervalle zwischen den ersten fünf Teilschwingungen und die Schwebungsfrequenzen dieser Teilschwingungen mitgeteilt. Klangbeispiele veranschaulichen die Bandbreite der Befunde. Die Schwebungsfrequenzen variieren von Schale zu Schale wesentlich stärker als die Intervalle, sie beeinflussen den Klang erheblich mehr als die festgestellten Intervallvarianten. Deshalb empfiehlt es sich, beim Klangvergleich verschiedener Schalen besonders auf die Schwebungen zu achten. Dabei sollte man jede Schale an vielen verschiedenen Stellen anschlagen, weil die Ausprägung der Schwebungen von der Anschlagstelle abhängt.
  • Iffland, Joachim: "... wie das so'n richtiger Mann ja wohl tut!" – Stimme, Habitus und Männlichkeit bei Marius Müller-Westernhagen
    Abstract: Der Habitus eines Rockstars ist mit diversen Erwartungshaltungen seines Publikums verknüpft. Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, spielt auch das doing gender eine signifikante Rolle im Auftreten des Stars. Am Beispiel des deutschsprachigen Rockmusikers Marius Müller-Westernhagen wird verdeutlicht, wie sich das doing gender zum einen in Form von nicht-stimmlichen Darstellungsressourcen äußert. Zum anderen wird ergründet, wie es sich durch den Einsatz bestimmter Klangqualitäten im Gesang zeigt – in diesem Fall der distorted voice. Gerade die raue Stimme Müller-Westernhagens ist eines seiner markantesten Markenzeichen und verdient – mit Blick auf seinen Karriereverlauf – eine detaillierte wissenschaftliche Betrachtung in musikalischer und musiksoziologischer Hinsicht.

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Publisher

Annette Förger, Nicole Grimes, Wolfgang Marx, Sarah Ross, Britta Sweers

ISSN

1438-857X